Wie in anderen Lebensmittelbereichen (z.B. Rind- und Schweinefleisch,
Hühnereier,
etc.) ist auch die Qualität des Honigs abhängig von der Sorgfalt
des Imkers und
der Haltung der Bienen.
Das von den konventionellen Imkern gern hervorgebrachte Argument,
„Meine Bienen befliegen die gleichen Blüten wie die Bio-Bienen.“
,
ist zum Teil sogar richtig.
Aber schnell wird unterschlagen, daß ein Großteil der Kontamination
des Honigs
durch den Imker selbst geschieht. Zum einen durch Verwendung
von chemischen,
systemisch wirkenden Mitteln zur Varoose*-Bekämpfung,
zum anderen durch
weitere Eingriffe wie das Schwefeln der Waben, um diese haltbar
zu machen.
Diese Stoffe lagern sich über Jahre hin im Wachs ab und
gehen in den Honig
über.
Wir hingegen haben unsere Betriebsweise darauf abgestimmt,
daß wir zur
Varroose*-Bekämpfung ausschließlich
organische Säuren wie Ameisen – und
Milchsäure verwenden.
Das „Waben schwefeln“ entfällt gänzlich, weil wir den Bienen
im Frühjahr
genügend Gelegenheit geben, ihren natürlichen Bautrieb auszuleben.
Durch
den Verzicht auf unnatürliche Behandlungsweisen können wir
höchste
Reinheit und Rückstandsfreiheit garantieren.
Weiterhin werden Bio-Imker jährlich wiederkehrend durch ein
unabhängiges
Zertifizierungs-Institut auf Einhaltung der Bioland-Richtlinien
überprüft. Bei
Nichteinhaltung droht der Verlust der Auslobung.
Während die, dem Deutschen Imkerbund (DIB) angeschlossenen
Imker, statistisch
gesehen nur alle 20 (!) Jahre überprüft werden.
Im Jahr 2002 wurden von 22 Proben, die von konventionellen
Imkern in Rheinland-Pfalz
genommen wurden, 11 Proben, also 50%, vom DIB beanstandet.
*Varroose: Die aus Süd-Ost-Asien eingeschleppte
Varroa-Milbe lebt als Parasit auf
der Biene und deren Brut. Sie erreicht im Spätsommer ihren
Populationshöhepunkt.
Ohne Varoose-Bekämpfung durch den Imker würde ein Großteil
der Bienenvölker bis
zum Winter hin vernichtet werden.